Forstgesetz ⟩ Änderung Pro oder Contra Mountainbike 29.05.2018 von Matze Grubby

Während Bikerverbände in BaWü seit Jahren aussichtslos für eine Änderung des Forstgesetzes kämpfen, ist diese in Südtirol nun erfolgt. Verbote auf Wanderwegen sind nun möglich.


Schluß mit der grundlegenden Freiheit.

Ob der Artikel im Stol Online Magazin gut oder schlecht für die "Trail Tolerance" Bewegung ist, kann noch nicht abgeschätzt werden. Aber die Änderung des südtiroler Forstgesetzes von 1996 verheißt nichts Gutes. 117 südtiroler Bürgermeister haben nun die Macht, über die Nutzung der Forst- und Wanderwege zu entscheiden.

Zustimmung, die Radflucht durch den E-bike Boom zu steuern und dosieren, kommt sogar vom Hotelier und Gastwirte Verband Südtirols, so deren Präsident und Hotelier Manfred Pinzger.

Was meine ich zu diesem Thema?

Ich bin fast täglich auf den heimischen Trails unterwegs, sehe die Aktivitäten in Strava, spreche mit Bikern und anderen Wegenutzern, Grundeigentümern. Natürlich sehe ich auch die zunehmende Belastung auf den Wegen und die Veränderungen der Bike Branche.

117 Bürgermeister in Südtirol werden wohl in Zukunft (wie bei jeder politischen Entscheidung) den Weg des geringsten Wiederstandes wählen. Was wird also geschehen?

Es wird wohl ein noch größerer Aufwand notwendig sein, um die Wege und Trails für Biker offen zu halten.

Wollen die Biker Süditrol als Bike-Urlaubs-Destination halten, muß sich jeder einzelne zukünftig noch rigoroser an die Bike Verbote halten.

 

13 Gemeinden im Vinschgau

13 Gemeinden und 9 Tourismusvereine gibt es im Vinschgau. Und bereits hier zeigen sich große Unterschiede im Umgang mit dem Mountainbike Tourismus.

Während am Reschenpaß in den letzten Jahren die 3 Länder Enduro Trails entstanden sind, richtet sich die Ferienregion Oberland auf Wanderer aus und sperrt Trails an der spitzigen Lun oder am Glunser Berg.

In der Ferienregion Prad und Sulden geht man dem Motto nach: "Wir sprechen das Thema nicht an, der Berg ist für alle da".

In der Gemeinde Laas (Teil des TV Schlanders Laas) ist man sich ebenfalls nicht sicher, welche Auswirkungen der Mountainbike Tourismus bringt.

Die Gemeinde Schlanders und der örtliche Tourismusverein hat in den letzten Jahren am meisten investiert und hat drei neue Trails geschaffen. Durch die verdreifachte Shuttle Nutzung auf den Trailauffahrten muß eine gute Lösung gefunden werden.

In Latsch tagt die Bike Gruppe mindestens seit drei Jahren nicht mehr. Ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist?  Gut für Latsch: Auf beiden Seiten des Berges gibt es Bergbahnen, welche durch den Transport von Bikern finanziell profitieren. Somit sind zumindestens teilweise eine direkte Finanzierung derTrailpflege möglich.

In Kastelbell wurden zwei alte Trails beschildert, mehr Einsatz kann man vom kleinsten Tourismusverein des Tales nicht erwarten.

In den Gemeindegebieten Naturns bis Partschins gibt es ganze 2 Bike Trails am Nördersberg und keinen einzigen auf dem Sonnenberg.

Wie wird es wohl weiter gehen im Bike Paradies Vinschgau?

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